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DOK Leipzig 2014

57. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm

Ein Mann steht am Fenster und blickt hinaus. Da draußen liegt Hong Kong, doch Edward Snowden wird die nächsten Tage in seinem Hotelzimmer verbringen. Ich werde die nächste Woche im Kinosaal verbringen, wenn sich in Leipzig in diesem Jahr zum 57. Mal das Fenster zur Welt öffnet. Auf der Leinwand werde ich unter anderem Edward Snowden dabei zusehen, wie er nachdenklich am Fenster steht, während in seinem Hotelzimmer gerade Weltgeschichte geschrieben wird.

Das Internationale Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, kurz DOK Leipzig, ist traditionell schon immer auch ein filmischer Blick in die politische Wirklichkeit. Aktuell sind es z.B. die Krisen in der Ukraine und in Syrien, die sich im Filmprogramm wiederfinden, wie in Maidan von Sergei Loznitsa [>Trailer bei kino-zeit.de], wie in All Things Ablaze, oder wie in Our Terrible Country.

 

citizenfour
CITIZENFOUR | Dokumentarfilm | Regie: Laura Poitras | USA 2014

Eröffnungsfilm des diesjährigen Festivals ist Citizenfour, Laura Poitras Film über Edward Snowden [> meine Rezension bei kinozeit.de]. Bis zum 2. November stehen in Leipzig insgesamt 368 Dokumentar- und Animationsfilme auf dem Programm, darunter 41 Weltpremieren. Es wir also viel Neues zu entdecken geben in dieser Woche.

Aber es heißt auch Abschied nehmen: Festivaldirektor Claas Danielsen wird sich nach zehn Jahren verabschieden und die Leitung an Leena Pasanen weitergeben. Danielsen hat während seiner Amtszeit das Festival grundlegend modernisiert und das altehrwürdige Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm zum Branchentreffpunkt und Publikumsmagneten DOK Leipzig gemacht.

Auf dass DOK Leipzig 2014 wieder dazu beiträgt, den eigenen Blick in die Welt zu öffnen!

[Kirsten Kieninger – 26.10.2014]

 

> Rezension zu Laura Poitras „Citizenfour“ bei kinozeit.de >

 

 

 

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