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THE CROODS

Rasant animierte Steinzeit-Action in 3D

croods

THE CROODS | Regie: | USA 2013

Diese Familie lässt Fred Feuerstein zivilisiert aussehen. Die Croods benehmen sich wirklich steinzeitlich. Genau so, wie es sich für das prähistorische Zeitalter gehört, in dem sie leben. Ihre Umgangsformen sind gelinde gesagt roh, sie hausen in einer Höhle, sie schlafen auf dem nackten Boden auf einem Haufen. Von modernen Errungenschaften träumen sie noch nicht einmal. Sogar das Feuer ist ihnen noch fremd. Doch das wird sich schnell ändern im Laufe dieses ebenso rasanten wie unterhaltsamen Animationsfilms aus dem Hause DreamWorks.

Draußen ist die Welt im Umbruch, die tektonischen Platten verschieben sich. Es rumpelt, Steine prasseln herab, höchste Zeit für die Croods die traute Höhle zu räumen. Eigentlich das letzte, was Vater Grug in seinem Leben vorhatte. „Habe niemals keine Angst“ ist der Leitspruch, mit dem der überfürsorgliche Steinzeit-Sturkopf seine wilde Familien-Bande vor den Gefahren warnt, die da draußen lauern. Doch zu spät. Da ist Teenager-Tochter Eep schon mit Guy zusammengerasselt. Der junge Herumtreiber hat nicht nur den Überblick, was in der Welt vor sich geht, sondern beherrscht auch das Feuer machen. Während Eep sofort Feuer und Flamme ist, erträgt Grug zunächst nur widerwillig, dass dieser Guy sich jetzt mit ihnen auf den abenteuerlichen Weg in ein neues Zeitalter macht.

Die Motive, die das filmische Animations-Universum ausmachen, durch das sich die digitalen Helden schlagen, sind nichts neues: das prähistorische Setting erinnert an Ice Age, das Mädchen als forsche Heldin an Merida – Legende der Highlands und so manche Szenerie sieht aus wie Pandora – nur viel bunter und schriller als in Avatar. Der große Unterhaltungswert von Die Croods liegt darin, wie rasant, phantasievoll und augenzwinkernd die Regisseure Kirk De Micco und Chris Sanders (Lilo & Stitch, Drachenzähmen leicht gemacht) das alles und viele andere originäre Einfälle und Urzeit-Viecher durcheinander wirbeln. Glänzend animiert, mit viel treibender Film-Musik und ein wenig Pathos machen Die Croods viel Vergnügen, wenn man sich erst mal an ihren tiefen Haaransatz und das hohe Tempo gewöhnt hat. In der Originalversion leiht Nicolas Cage Grug seine Stimme, in der deutschen Fassung ist Uwe Ochsenknecht zu hören.

 

[Kirsten Kieninger, RNZ vom 21.03.2012]

Filmdaten:

Originaltitel: The Croods
Kinostart: 21.03.2013
FSK: o.Al.
Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 2013
Länge: 90 Min.
Verleih: Twentieth Century Fox
Regie: Chris Sanders, Kirk De Micco
Drehbuch: Chris Sanders, Kirk De Micco
Kamera: Yong Duk Jhun
Montage: Darren T. Holmes
Musik: Alan Silvestri
Stimmen: Catherine Keener, Nicolas Cage (Uwe Ochsenknecht), Emma Stone (Janin Reinhard), Ryan Reynolds (Kostja Ullmann), Clark Duke, Cloris Leachman

 

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