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I WANT TO RUN

Das härteste Rennen der Welt

I WANT TO RUN – Das härteste Rennen der Welt | Dokumentarfilm | Deutschland 2012

„Das sind Extremisten, Grenzgänger, Borderliner – das ist Wahnsinn. Und ich denke, von denen kann man einiges lernen“. Gerade hat die Röntgenmedizinerin wieder einen von ihnen in die Röhre geschoben und schaut, wie Knochen und Muskeln das Abenteuer durchhalten, auf das sich 2009 siebenundsechzig Extremläufer eingelassen haben, einige von ihnen sogar schon zum zweiten Mal: Diesmal geht es von Bari in Süditalien rauf nach Norwegen bis ans Nordkap. 4500 km in 64 Tagen. Zu Fuß, im Laufschritt. Der Startschuss fällt im Frühling, wenn die Läufer die Ziellinie erreichen, ist längst Sommer. Auf dem Weg gilt es 64 Tagesetappen von durchschnittlich 70 km zu bewältigen, es gibt keinen Ruhetag.

Der Trans-Europalauf ist der längste Dauerlauf-Wettbewerb der Welt und verlangt den Athleten einiges ab. Zunächst einmal rund 6000 Euro Startgebühr für Organisation, Unterkunft und Verpflegung. Aber ein Rundum-Sorglos-Paket gibt es dafür nicht. An der jeweiligen Zieletappe angekommen, ist nur die Herausforderung des Tages überstanden. Die der Nacht steht noch bevor: die Läufer und Läuferinnen müssen ihre Koffer in die örtliche Turnhalle schleppen, auf deren Boden sie sich mit Isomatte und Schlafsack ihr unruhiges Nachtlager bereiten. Schlafen wie im Flüchtlingscamp und Laufen bis zur totalen Erschöpfung, das geht auf die Dauer auf Körper und Nervenkostüm. Für die extrem belasteten Muskeln, Sehnen und Knochen interessieren sich die Röntgen-Mediziner, die das Rennen mit einem mobilen Tomografen begleiten, der Regisseur Achim Michael Hasenberg interessiert sich für die extemsportbegeisterten Menschen, die solche Strapazen freiwillig auf sich nehmen.

In seinem Dokumentarfilm I want to run – das härteste Rennen der Welt begleitet er 7 Läufer und Läuferinnen mit der Kamera. Einige werden schon bei ihren Trainings-Vorbereitungen vorgestellt, andere kommen erst während des Rennens hinzu. Der Film enthält sich eines erklärenden oder wertenden Kommentars, die Teilnehmer sprechen für sich. Im Laufe des Films entsteht so ein kurzweiliges Mosaik aus verschiedensten Persönlichkeiten, Motivationen, Lebensgeschichten und Durchhaltestrategien, dramaturgisch eingebettet in den Verlauf des Rennens.

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Filmdaten:

Titel: I Want to Run – Das härteste Rennen der Welt
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2011
Länge: 89 Min.
Verleih: Zorro Filmverleih
Kinostart: 24.05.2012
Regie: Achim Michael Hasenberg
Drehbuch: Achim Michael Hasenberg
Kamera: Christoph Rose, Pascal David, Manfred Altenburg
Montage: Andrea Neese, Achim Michael Hasenberg
Musik: Nikodemus Gollnau, Bajofondo

 

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