60. IFFMH 2011 – Die Preisträger

Produzent Dominic Wright, Schauspieler Colin Morgan, Festivalleiter Dr. Michael Kötz


Dr. Michael Kötz ist ein Mann des Wortes, der es sich nicht nehmen lässt, sämtliche Reden, die er während des Festivals hält – und das sind nicht wenige – selbst zu schreiben. Seit Jahren tanzt der Mann als Direktor auf zwei Film-Festivals, dem Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg und dem Festival des deutschen Films Ludwigshafen, die er beide verantwortet. Zum 60. Jubiläum des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg ist er auch noch unter die Filmemacher gegangen. Sein Film-Essay “Sinnlichkeit & Wahrheit” ist eine Reise durch die Festivalgeschichte. Doch er ist keiner, der nur in der Vergangenheit schwelgen will und so entwickelt sich unser Gespräch zu einer lebhaften Debatte über die Zukunft des Kinos und den Sinn und Unsinn von 3D.
Das Internationale Filmfest Mannheim-Heidelberg feiert vom 10. - 20. November 2011 sein 60. Jubiläum. Hier gibt es vorab schon mal einen riesigen, bunten, handverlesenen Strauß an Trailern: Ansehnliche Appetithäppchen auf viele der Filme, die im Internationalen Wettbewerb und in der Reihe Internationale Entdeckungen laufen werden. Das Buffet wird dann am 11.11.2011 feierlich eröffnet und schon einen Tag vorher (am 10.11.) der Master of Cinema Award an Andreas Dresen verliehen.

Aber warum nicht einfach die Wahrheit?
Ein gutes Motto für ein geschichtsbewußtes Dokumentarfilmfestival im Jahre 50 nach dem Mauerbau und in “Zeiten des Umbruchs, in denen das Bedürfnis nach einem anderen Blick auf die Wirklichkeit immer wichtiger wird”, wie Festivalleiter Claas Danielsen auf der abschließenden Pressekonferenz in Leipzig formulierte. zum Text ›



Ein Gespräch mit dem österreichischen Regisseur Wolfgang Murnberger anlässlich des Kinostarts von Mein bester Feind. Spätabends in den Büroräumen eines Kinos, in dem er die Tragikomödie um den Juden Viktor (Moritz Bleibtreu), der den Nazis ein Schnippchen schlägt und in SS-Uniform der Holocaust überlebt, in einer Preview dem Publikum vorgestellt hat. Nach der Veranstaltung ist Zeit zu reden. Über diesen Film und seine Brenner-Filme (Komm, süßer Tod, Silentium, Der Knochenmann), über Humor und dessen Inszenierung, über Schauspielkunst und Sprache, über Historienfilme und Science-Fiction.











Thomas Frickel ist Autor, Regisseur und Produzent von kurzen und programmfüllenden Dokumentarfilmen für Kino und Fernsehen. Geschäftsführender Vorsitzender der AG DOK – Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm, Mitglied im Verwaltungsrat der Filmförderungsanstalt (FFA), der VG Bild-Kunst, der Sektion Film/Medien des Deutschen Kulturrats und in anderen film- und medienpolitischen Funktionen. Nach der Doku-Satire Deckname Dennis (1997) kam mit Die Mondverschwörung 2011 der neueste Film von Thomas Frickel in die Kinos.
Die Mondverschwörung ist eine dokumentarische Reise durch deutsche Wohnzimmer und Weltbilder. Eine filmische Parade zunehmend skurriler Protagonisten, die mit harmlosen Alltags-Esoterikern anfängt und über paranoide Verschwörungstheoretiker bis hin zu UFO-gläubigen Rechtsradikalen führt.
Während seiner Kino-Tour für den Film sprach Kirsten Kieninger mit dem Filmemacher und AG Dok Vorsitzenden über die Die Mondverschwörung und freimütig geäußertes Gedankengut, über Scripted Reality und dokumentarische Wirklichkeit und über die Zukunftschancen des Dokumentarfilms in Deutschland.
Das ausführliche Interview ist nachzulesen auf Schnitt.de >